Events per Live-Stream monetarisieren – Mauerwerk macht’s vor!

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Die Corona-Krise setzt Künstler und Veranstalter wirtschaftlich unter Druck und zwingt die Akteure des Kulturbetriebs zu kreativen Lösungen. Aus der Not entstehen neue digitale Formate, von denen einige das Potenzial haben, mehr als nur eine Übergangslösung zu sein. 

Ein solches Beispiel ist das “Mauerwerk”, das sein Bühnenprogramm kurzerhand per Live-Stream ins Netz gebracht hat und seit mehreren Wochen erfolgreich online monetarisiert

Mitten in Herrenberg ist mit dem Mauerwerk vor einigen Jahren eine neue Location entstanden, die Kultur und Gastronomie miteinander verbindet. Musik, Comedy, Film, Literatur und eine außergewöhnliche Küche stehen im Mittelpunkt eines abwechslungsreichen Kulturangebots. Das historische Backsteingebäude mit seiner über 110-jährigen Geschichte prägt das einzigartige Ambiente des Mauerwerk

Für Events steht ein Saal mit 140 Sitzplätzen zur Verfügung. Bis in den Februar 2020 war dieser regelmäßig gut gefüllt, unter anderem wenn die beliebte Impro-Comedy-Show “TauschRausch” zu Gast war. Alle vier Wochen tritt das Trio normalerweise im Mauerwerk auf, die Tickets sind auf Monate ausverkauft. 

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Die Beschränkungen der Corona-Pandemie setzten dem Programm im März ein jähes Ende und zwangen das Mauerwerk-Team um Geschäftsführer Johannes Storost zum Umdenken:

“Was soll man tun, wenn einem die komplette Arbeitsgrundlage genommen wird. Als Veranstalter sind wir natürlich auf ein Publikum angewiesen. Wenn das Publikum aber nicht mehr rausgehen darf, dann müssen wir kreativ werden und unsere Veranstaltungen zum Publikum bringen. Das geht natürlich nur Online... So sind wir auf die Idee mit dem Live-Stream gekommen.”

Event Live-Stream in der Praxis

Dass der Live-Stream das Event vor Ort nicht 1:1 ersetzen kann, war Johannes Storost von Anfang an klar. Schon gar nicht finanziell, wenn man die entfallenen Einnahmen aus der Gastronomie berücksichtigt, die eine reguläre Abendveranstaltung bringt. 

Aber ein Online-Event bietet auch Vorteile: die Begrenzung der Zuschauerkapazität ist beim Live-Stream aufgehoben, sodass bei der Online-Premiere 240 zahlende Zuschauer live dabei sein konnten – eine Steigerung gegenüber einer regulär ausverkauften Show vor Ort um 71%. Durch die Kombination aus Einzel-, Zwei-Personen- und Gruppentickets konnten verschiedene Ticketkategorien angeboten und dadurch noch mehr Zuschauer erreicht werden.

Aus einer Notlösung wird Potenzial für Mehreinnahmen  

Was anfangs noch als Notlösung zur Überbrückung der COVID-19-Beschränkungen gedacht war, zeigt im Praxiseinsatz unerwartetes Potenzial für die Zukunft auf.

So haben Mauerwerk und LaterPay in kurzer Zeit ein Setup entwickelt, um basierend auf einem bestehenden Aufnahmesystem weitere Zuschauer zu erreichen und diese zu monetarisieren. Langfristig mag dies sicher auch den einen oder anderen neuen Online-Zuschauer animieren, sich Events im Mauerwerk auch einmal live vor Ort anzusehen, sobald dies wieder möglich ist.

Obwohl – oder gerade weil – die Preise für Online-Tickets niedriger gegenüber den Original-Tickets ausfallen, kann dies als konsistentes Zusatzangebot auch in der Zeit nach Corona weiterlaufen, um zusätzliche Einnahmen über die Sitzkapazität hinaus zu generieren. Außerdem bietet der Live-Stream für Fans und Interessierte eine echte Alternative, wenn mal wieder die Tickets ausverkauft sind. Der emotionale Wert, ein On-Location Ticket für das Mauerwerk zu ergattern, kann somit zusätzlich gesteigert werden.

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Umsetzung und Integration

Situationsbedingt war für Mauerwerk klar, dass für langwierige Entwicklungsarbeit keine Zeit vorhanden ist und man eine schnelle Lösung benötigt. Es galt also mit vorhandenen und leicht zugänglichen Tools die Video-Streams so nutzerfreundlich wie möglich zu monetarisieren. 

Für das Video-Streaming entschied man sich für YouTube, die wohl naheliegendste und auch kostenfreie Lösung. 

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Mit der LaterPay Plattform und speziell dem Video Connector Tool, ließen sich die Video-Streams, ein Ticket-Verkauf Display und die gesamte Bezahlabwicklung direkt auf der Mauerwerk Webseite integrieren – und einen Live Chat gab es gleich mit dazu.

Fazit

Mauerwerk konnte mit LaterPay die Corona-Krise überbrücken und die wirtschaftlichen Einbußen zumindest teilweise kompensieren. Mehr noch, man hat neue Möglichkeiten entdeckt und getestet – und auch wenn diese optimierungsfähig sind, besteht erkennbar Potenzial für die Zukunft.

Der Geschäftsführer von Mauerwerk, Johannes Storost, zeigt sich jedenfalls zufrieden:

“Was LaterPay angeht sind wir sehr zufrieden. Durch die kurze Vorlaufzeit und die schwierigen Umstände war nicht alles einfach, aber durch die Kompetenz der Jungs war jedes Problem lösbar.”


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