Vier Ideen zur Video-Monetarisierung, die Publisher kennen sollten

broadcast-broadcasting-camcorder-66134

Ohne Video-Inhalte kein redaktioneller Erfolg, das haben deutsche Online-Medien inzwischen verstanden. Doch die redaktionellen Videos, die viel Zeit und personelle Ressourcen in der Erstellung binden, werden derzeit nur mit Instream-Werbeformaten monetarisiert. Durch das eigene Kosumverhalten hat wahrscheinlich jeder schon selbst den Eindruck gewonnen, dass das zu kurzfristig gedacht ist: Bei Prerolls und anderen Werbeformen zeigt sich inzwischen eine Ermüdung, vergleichbar mit dem Verhalten vorm TV. Für viele Nutzer unterbrechen die Werbeschleifen auch die User-Experience. Dabei gibt es viele Monetarisierungs-Ansätze, die userfreundlicher sind und teilweise sogar dennoch die Einbindung von Werbung ermöglichen. Denn Nutzer sind sehr wohl bereit, für Inhalte zu zahlen, wenn man ihnen die Wahl lässt, wie sie dies tun. Wir stellen Euch vier solcher Ansätze vor: 

1. Das Spendenprinzip

Immer wieder gibt es Experimente mit dem Pay-as-you-like-Prinzip, und immer wieder bewähren sich diese. Auch im Bereich Bewegtbild ist es möglich, Inhalte mit freiwilligen Beiträgen zu monetarisieren. Dazu setzen Publisher einfach eine Aufforderung zur Spende an das Ende ihrer Videos. Einen Trick sollte man dabei jedoch beachten: Nicht dem User auch noch die Entscheidung überlassen, wie viel er spenden möchte, sondern ihm faire Beträge vorschlagen. Die Faustregel bei Spenden lautet: Wer überlegen muss, der überlegt es sich. Der Ansatz eignet sich auch für Publisher, die erst einmal den Wert ihres Bewegtbild-Angebots ermitteln wollen. 

2. Micropayment und Abonnements

Gerade Publisher, die Video-Content als Erweiterung ihres redaktionellen Angebots anbieten, stehen bei der Monetarisierung vor einer Herausforderung: Um Abonnements zu vertreiben, müssten sie in der Regel ein gesondertes Inhalte-Paket nur aus Videos schnüren. Micropayment-Technologien helfen hier weiter: Sie brechen den Bezahlvorgang auf einzelne Content-Einheiten herunter und können diese so im Anschluss neu bündeln. Mit LaterPay beispielsweise können Publisher sowohl einzelne Videos und Bundles zeitlich unbefristet verkaufen als auch in zeitlich begrenzten Nutzungseinheiten, sogenannten Zeitpässen. Auch Bewegtbild-Abos sind möglich. 

3. Channel-Sponsoring

Eine andere Form der vom User ausgehenden Monetarisierung  setzt beispielsweise die Gaming-Plattform Twitch in ihrem Channel-Sponsoring-Ansatz um: Wer einen Kanal gern nutzt, kann ihn mit einer temporären Partnerschaft unterstützen. Auch für Publisher ist das möglich, allerdings bevorzugt bei thematisch klar abgegrenzten Videokanälen. Spricht ein meinungsstarker Journalist seinen Wochenrückblick immer als Video ein, ließe sich dieses Format beispielsweise auch sponsern oder besondere Inhalte nur für seine sponsernden User zugänglich machen. 

4. Geld oder Werbung

Es gibt Nutzer, die bereitwillig Werbung schauen. Und Nutzer, die stattdessen lieber ein paar Cent oder Euro für ein werbefreies Video zahlen würden. Publisher können die Bindung zu ihren Usern stärken und eine bestmögliche Monetarisierung ihres Video-Inventars sicherstellen, wenn sie den Usern die Wahl lassen. Unserer Erfahrung nach genügt eine einzige Frage: Möchten Sie das folgende Video für 35 Cent ohne Werbung schauen? Danach entscheidet der Nutzer sich entweder für das Zahlen oder er konsumiert bereitwillig die Prerolls mit. Damit dürfte der Ansatz auch die Zufriedenheit der eigenen Werbekunden steigern. Auch User von Adblockern tragen zum Unternehmenserfolg bei, indem man sie zum Kauf aufordert oder um Deaktivierung des Blockers bittet. 

Technologische Grundlagen schaffen

Grundlage für all diese Monetarisierungs-Szenarien sind Player, die eine Integration intelligenter Bezahldialoge ermöglichen. Viele größere Enterprise-Lösungen gehen dafür bewusst Partnerschaften ein. Flowplayer beispielsweise, das seit März 2018 mit der Payment-Technologie LaterPay zusammenarbeitet. Auch die Player Ooyala und JW arbeiten derzeit an einer LaterPay-Integration. Interessierten Publishern raten wir daher: Egal, in welchem Stadium der Bewegtbild-Strategie sich ein Video-Contentanbieter derzeit befindet, es lohnt sich zu prüfen, welche Monetarisierungs-Optionen jenseits der Preroll ihm mit der eingebetteten Technologie offenstehen. Ist das getan, gilt es zu testen, für welche Varianten die Nutzer offen sind. Das ist meist wenig aufwendig. Aber schlussendlich ist das unerlässlich, um sich für genau die Varianten zu entscheiden, die zu dem eigenen Angebot passen und die den Usern auch gefallen. Spannende Demos, wie dies aussehen kann, haben wir für Sie hier parat. Wer Interesse hat, sich genauer beraten zu lassen, kann sich an sales@laterpay.net wenden. Unser Paid-Content-Experte Felix Kaus und seine Kollegen vereinbaren dann zeitnah einen Termin. Gern simulieren wir auch in einer Vorschau realistische Umsatzprognosen für IhrePlattform.