David gegen Goliath: Verlage konkurrieren mit Streaming-Diensten

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Der Reuters Institute Digital News Report 2019 wurde offiziell auf dem diesjährigen GEN Summit in Athen vorgestellt und konzentriert sich auf die Fortschritte bei neuen bezahlten Online-Geschäftsmodellen, zunehmenden Populismus, politische und wirtschaftliche Instabilität sowie zunehmende Bedenken über riesige Technologieunternehmen und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft.
Zwei der wichtigsten und meist diskutierten Takeaways auf Seiten der Verlage waren:

  • Die wachsende Unlust zu Abonnieren, “subscription fatigue” wie es im Englischen Originalbericht heisst.

  • Der wachsende Trend, dass die meisten Leser es vorziehen würden, nicht für Online-Nachrichten bezahlen zu müssen.

Ein dritter Befund erhielt jedoch weniger Aufmerksamkeit, nämlich dass die Verlage zunehmend um die Verbrauchereinnahmen mit Musik- und Filmplattformen wie etwa Disney, Netflix und Amazon konkurrieren.

Disney ist eine der stärksten Marken der Welt – mit dem vielleicht besten Einzelkatalog der Welt, welcher Größen wie Lucasfilm, Marvel, Disney und Pixar umfasst. Trotzdem oder vielleicht gerade weil Disney mit seinen Marken so etabliert ist, soll die kommende Streaming-Plattform in den USA mit gerade mal 6,99 USD monatlich an den Start gehen. Preise für Deutschland sind bislang nicht bekannt gegeben.

Das ist deutlich günstiger als Netflix, das vergleichbare Premium-Abo kostet 15,99 Euro im Monat (ehemals 13,99 €). Damit lässt sich das gesamte Serien- und Filmangebot dann ebenso auf 4 Geräten gleichzeitig in HD- und Ultra-HD schauen. Selbst die günstigste Einstiegs-Variante, die lediglich einen Benutzer und niedrigere SD-Auflösung bereitstellt, liegt mit 7,99 Euro immer noch über dem Angebot von Disney.

Es wird geliefert, was die Internet-affinen Generationen der Millennials und GenZ nicht nur erwarten, sondern schlicht gewohnt sind:

Viel Content für wenig Geld.

Auf die Verlagsbranche, in der teilweise höhere Beträge für das monatliche Abonnement von Publikationen verlangt werden, üben diese Preismodelle und Erwartungshaltungen einen wachsenden Druck aus. Insbesondere da Internetnutzer ihr Geld viel lieber für Unterhaltungsdienste als für Informationen ausgeben. Ohnehin werden Publikationen meist als frei und kostenlos verfügbar verstanden – man kann schließlich (fast) alles per Suchmaschine finden.

Allein hochwertige Inhalte zu produzieren reicht nicht aus um wettbewerbsfähig zu sein. Viele Benutzer müssen diese Wertigkeit bei Publikationen erst oder wieder verstehen lernen und vorsichtig an kostenpflichtige Inhalte herangeführt werden.

Dies erfordert neue Strategien und passende Tools auf Seiten der Verlage.


LaterPay versteht sich hier technisch als flexibles Tool zur gestaffelten Monetarisierung von Inhalten, praktisch als Tool um das Vertrauen der Nutzer gegenüber Bezahlinhalten aufzubauen.

Um auf unseren Titel zurückzukommen – David hat tatsächlich gute Chancen sich gegen Goliath zu behaupten. Wobei unser Ansatz bei LaterPay eher darin besteht, eine nutzerzentrische Methodik anzuwenden anstatt Steine zu werfen:

  • Einen nutzerzentrierten Ansatz für die Monetarisierung von Inhalten verfolgen

    Benutzerfreundlichkeit und Einfachheit stehen im Mittelpunkt und ermöglichen einen wirklich reibungslosen Zugriff auf Inhalte in verschiedenen Modellen, die dem Konsumverhalten des Nutzers angepasst sind. Der Seitenbesucher möchte schließlich lesen und sich nicht mit Registrierungs- und Bezahlprozessen aufhalten. So können Publisher Vertrauen aufbauen.
  • Nicht jeder Leser wird zum Abonnenten

    Es gibt Einmal-Leser, Gelegenheitsleser und schlicht Nutzer, die sich nicht direkt binden wollen. Anstatt bedingungslos zu versuchen, jeden Seitenbesucher in einen Abonnenten zu konvertieren, ist es wesentlich einfacher, Nutzern das zu geben, was sie wollen – eine einfache Möglichkeit, auf die gewünschten Inhalte zuzugreifen, wann immer sie es wollen. So können Publisher eine loyale – und profitable – Nutzerbasis aufbauen.
  • Verlassen Sie sich nicht auf eine einzige Einnahmequelle

    Eine erfolgsentscheidende Grundlage für jedes Geschäftsmodell. Neben Abonnements und Werbeeinnahmen gibt es eine Vielzahl von Monetarisierungsmöglichkeiten, die Publisher in Betracht ziehen können, etwa der Einzelartikelverkauf, ein (gegen Bezahlung) werbefreies Erlebnis oder freiwillige Beiträge (Contributions). Die Erfahrung von Verlagen wie Harenberg Kommunikation (buchreport.de) zeigt, dass solche Modelle zum leichten Einstieg in ein Angebot oft die beste Promotion für ein erfolgreiches Digital-Abo sind.

Gute Inhalte verdienen mehr als einen Like.


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