Preisgestaltung: Wie Sie den richtigen Preis festlegen

Den richtigen Preis für die eigenen Produkte zu finden, ist schon oft eine Herausforderung. Er sollte attraktiv für den Kunden sein, den Aufwendungen zur Herstellung des und der Qualität des jeweiligen Inhalts gerecht werden und man möchte selbstverständlich genug daran verdienen.

Die richtige Preisstrategie erfolgreich umzusetzen wird ungleich schwieriger. Hier gilt es die richtigen Preise für das gesamte Sortiment festzulegen und diese geschickt durch verschiedenen Angebote, die auch mal weitaus höher oder niedriger ausfallen dürfen, in eine ausgewogenen Balance zu bringen, welche letztlich die Einnahmen steigert.

Einer der ersten wichtigen Schritte ist die Analyse der Konkurrenz. Nicht nur um zu sehen, zu welchen Preisen dort vergleichbare Inhalte angeboten werden und wie es um die Preis-Akzeptanz der Nutzer steht, sondern auch, um festzustellen, ob überhaupt Vergleichbares angeboten wird. Wenn Sie sich inhaltlich von der Konkurrenz abgrenzen, Nischen- oder einzigartige Inhalte anbieten, empfiehlt es sich, den Fokus auf die Qualität zu legen. Stellen Sie also die Alleinstellungsmerkmale und Besonderheiten Ihrer Inhalte in den Produktbeschreibungen ruhig heraus. 

Wo auch immer Sie positioniert sind, ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis ist essentiell, um Kunden langfristig zu binden.

Das “Wie” steckt in “Wieviel”

Die Höhe des Preises ist nur eine Variable bei der Preisgestaltung. “Wie” etwas angeboten und bezahlt wird hat ebenso einen signifikanten Einfluss auf Ihren Erfolg. Die Anzahl der Optionen wie Sie Ihre Inhalte monetarisieren können, machen die Sache komplex: einzelne Artikel, Zeitpässe, Abonnements, Mitgliedschaften, bis hin zu Contributions – den freiwilligen Zahlungen. Da darf man schon mal verunsichert sein, welche der Optionen sich für die jeweiligen Inhalte besser eignet. 

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Tipps für eine gute Preisstrategie

Wir bei LaterPay unterstützen Anbieter, Publisher und Produzenten von Inhalten schon seit Jahren dabei, ihre Inhalte so effizient wie möglich zu monetarisieren. Aus dieser Erfahrung heraus haben wir einige Richtlinien und Tipps zusammengestellt, die Ihnen bei der Preisgestaltung helfen können:

Einzelne Inhalte

Die Langlebigkeit und Exklusivität Ihrer Inhalte sind große Faktoren beim Verkauf von einzelnen Inhalten. Nachrichtenartikel etwa sind meist preisgünstiger, weil der Inhalt nur für kurze Zeit “wertvoll” ist, und weiterhin auch eine recht hohe Anzahl an Artikeln mit ähnlichem Inhalt einfach und kostenfrei im Internet zu finden ist. Für Ihre Nutzer ist die Schwelle recht niedrig, sich im Zweifelsfalls doch einer der einschlägigen Suchmaschinen zuzuwenden, um die Neuigkeiten woanders kostenfrei zu lesen.

Unsere Empfehlung: beginnen Sie beim Preis für News-Artikel irgendwo unter 0,50 Euro.

Nachhaltige und vor allem exklusive Inhalte lassen sich selbstverständlich für höhere Preise verkaufen. Forschungsberichte, Fallstudien, E-Books und andere Inhalte, die aufwändiger in der Produktion sind, fallen ohne Zweifel in diese Kategorie. Selbstredend, ein gewisses Maß an Qualität und Exklusivität vorausgesetzt. Aber es gibt auch interessante Ansätze in den verschiedenen Nischen. Zum Beispiel verkauft der US-Comic-Verlag Backlit Comics den Zugang zu seinen Comics für 3,99 Dollar. Liebhaber von Graphic Novels kommen so in den Genuss, unbegrenzten Zugang zu den gekauften Exemplaren zu haben und können auch hier – digital – ihre Sammlung komplettieren. 

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Bei Daily Fantasy Solutions, einer US-Fantasy Sport-Webseite, bietet man gleich mehrere Optionen an, um den jeweiligen Vorlieben der Nutzer gerecht zu werden. Etwa den zeitlich eingeschränkten Zugriff auf das Draftkings NBA Cheat Sheet für 1,99 Dollar, der eher auf Gelegenheitsspieler und Neugierige ausgerichtet ist. Oder auch unbegrenzten Zugriff für 48,88 Dollar, was für die versierten Fantasy Sport-Spieler unerlässlich ist, da die Inhalte sich dynamisch während einer kompletten Saison ständig ändern. In Deutschland ist Fantasy Sport zwar bisher nicht sonderlich populär, es ist jedoch zweifelsohne ein interessanter Anwendungsfall, der Inspiration für neue Ansätze bietet. 

Zeitpässe

Zeitpässe sind nach unserer Erfahrung ein optimales Werkzeug um die Zahlungsbereitschaft der Nutzer für verschiedene Inhalte vorsichtig anzutesten. Das Konzept dahinter ist recht einfach und erlaubt den Nutzern für eine festgesetzte Zeitspanne auf Inhalte zuzugreifen. Machbar ist hier alles von 1 Stunde bis zum ganzjährigen Zeitpass. Wie Sie zeitlich befristete Angebote am besten nutzen, hängt von Ihrem Gesamtangebot ab.

Wenn Sie etwa eine tagesaktuelle Nachrichtenseite betreiben, macht es Sinn, einen Tagespass anzubieten, der dem Nutzer 24 Stunden den Zugriff auf alle Inhalte erlaubt. Von der Idee her ist es das gleiche, als wenn Sie eine gedruckte Tageszeitung zum Verkauf anbieten. Entsprechend macht es am meisten Sinn, den Preis zwischen 1,50 Euro und 3,00 Euro anzusiedeln. Wenn Sie obendrein Premiuminhalte anbieten, ist es eine Überlegung und vielleicht auch einen Testzeitraum wert, diese zu inkludieren oder etwa nur in Verbindung mit einem Abonnement freizuschalten.

Anders gestaltet es sich, wenn Sie ausschließlich nachhaltige und kaum bis keine tagesaktuellen Inhalte anbieten. Etwa wenn Sie Fachartikel mit monatlicher Frequenz oder vielleicht Video-Kurse publizieren. Hier möchten Sie vielleicht keine Tageskarte anbieten oder Sie möchten den Preis viel höher ansetzen, da der Nutzer nicht regelmäßig zurückkommt, um eine weitere Zeitkarte zu kaufen.

Je nach Anzahl der Inhalte können Sie eine höherpreisige Tageskarte zum Kennenlernen anbieten – alternativ einige ausgewählt Inhalte frei zugänglich machen. Sie sehen sicherlich schon, die Möglichkeiten sind vielfältig.

Abonnements und Mitgliedschaften

Abonnements sind wohl die konventionellste Art, Inhalte online zu verkaufen. Es ist schon beinahe der heilige Gral für Verlage und viele haben auf die eine oder andere Weise Abonnement- oder Mitgliedschaftsangebote umgesetzt. Da dies heutzutage eine ziemlich übliche Praxis ist, empfehlen wir Ihr Angebot preislich konkurrenzfähig zu gestalten. Für die Umsetzung dürfte es hilfreich sein, sich anzusehen was andere Anbieter mit vergleichbaren Inhalten und in ähnlicher Größenordnung, zu welchen Preisen anbieten. Hier muß man das Rad nun wirklich nicht neu erfinden. Fügen Sie sich in das Gesamtbild ein, um die Preisakzeptanz bei den Nutzern zu gewährleisten.

Im Allgemeinen sehen wir hier, dass Preise zwischen 5 Euro und 10 Euro pro Monat bzw. unter 100 Euro pro Jahr einen guten Ausgangspunkt für Abonnements darstellen. 

Contributions – Freiwillige Zahlungen

Mit dem LaterPay Contributions-Button können Sie Ihre Leser ganz einfach um eine freiwillige Zahlung bitten. Relativ leicht können Sie auf Ihrer Webseite, Social-Media-Seite oder im Newsletter eine Schaltfläche installieren, mit der Ihre Nutzer freundlich gebeten werden, einen freiwilligen Betrag zu bezahlen – und das alles mit einem Klick!

Button Menu

Sie können es gänzlich den Nutzern überlassen einen beliebigen Betrag einzugeben oder es auch mit vordefinierten Beträgen probieren, um höhere Beiträge anzuregen. Empfehlenswert ist hier auch ein A-B-Testing, um herauszufinden was für Ihre Nutzer besser funktioniert.

Zusammenfassend

Wir hoffen Ihnen mit unserem Artikel einige Inspirationen gegeben zu haben, um Ihre Preisgestaltung dynamisch aufzubauen. Unsere Empfehlungen werden sicher nicht perfekt auf alle Szenarien und Inhalte anwendbar sein. Sie müssen zweifelsohne Ihren speziellen Anwendungsfall berücksichtigen und einige Anpassungen vornehmen.

Aus der Erfahrung mit unseren Kunden heraus möchten wir Ihnen empfehlen, mit den verschiedenen Ansätzen zu experimentieren. Lernen Sie Ihre Nutzer, deren Verhalten und Vorlieben besser kennen, um Ihr Angebot und die Preise entsprechend zu optimieren.

Das Langzeitziel sind regelmäßig zahlende Nutzer – wenn Sie es den Nutzern leicht machen und diese vorsichtig und stufenweise an ein mögliches Abonnement heranführen, wird die Konversionsrate in den meisten Fällen höher ausfallen. Aber ignorieren Sie auch nicht all jene Nutzer, die – aus welchen Gründen auch immer – wahrscheinlich niemals ein Abonnement abschließen würden. Bieten Sie stattdessen Alternativen an, um eben diese Nutzergruppe auch monetarisieren zu können. Auf diesem Weg erreichen Sie eine marktorientierte Preis- und auch Akzeptanzstrategie.


Gute Inhalte verdienen mehr als einen Like

Wenn Sie mit uns persönlich über Ihre Strategie zur Monetarisierung von Inhalten und die Preisgestaltung für Ihre Website sprechen möchten, kontaktieren Sie uns gerne.

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