Lokaljournalismus lässt sich digital verkaufen, wenn die Akzeptanz stimmt

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Für diejenigen, die in der Medienwelt arbeiten, insbesondere innerhalb der lokalen Medien, ist es kein Geheimnis, dass die Branche sich seit geraumer Zeit schwer tut den Wechsel zum digitalen Geschäftsmodell und Verkauf von Inhalten zu vollziehen – weg von der bei Nutzern so ungeliebten Werbung und den Bannern. Es ist schwierig, eben weil dieser Wandel sich langwierig gestaltet und in Teilen der Innovationsdrang fehlt.

In der Folge haben viele, besonders die lokalen Medienunternehmen in den letzten Jahren einen finanziellen Abschwung erlebt. Sogar die Debatte um ein mögliches staatliches Rettungspaket findet bereits statt, wenn auch mit offenen Ausgang.

Zweifelsohne wird hier ein sehr klares Signal gesendet:  Der Deutschen Medienlandschaft geht es nicht gut.

Lokaljournalismus steht bei den Nutzern hoch im Kurs.

Seit Schlagwörter wie “Fake News” und “Lügenpresse” in den Massenmedien ausgiebig präsent sindhat das Vertrauensverhältnis zwischen Nutzern und Medien deutlich gelitten. Gerade die Boulevard-Presse, Soziale Medien und Netzwerke stehen stark in der Kritik und werden in ihrer Authentizität angezweifelt oder sogar als manipulativ wahrgenommen. 

Einer Infratest-Dimap-Umfrage aus dem Jahr 2018 zufolge besaßen öffentlich-rechtliche Radio- und Fernsehsender die größte Glaubwürdigkeit der Medien in Deutschland. Regionale Tageszeitungen belegten den dritten Platz.

Vergleichbare Zahlen stellt auch der Reuters Digital News Report 2019 vor. Besonders schlecht schnitt die in der Kritik stehende Boulevard-Presse, sowie Soziale Medien und Netzwerke ab. Nur sechs bzw. fünf Prozent der Befragten hielten diese für glaubwürdig.

Ranking der Nachrichtenquellen in Deutschland, denen die Bürger am stärksten vertrauen im Jahr 2019

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Quelle: © Statista 2020

Die Leserschaft ist digital angekommen, aber nicht die Einnahmen

Laut Statista.de besaßen die digitalen Zeitungsangebote in Deutschland im Zeitraum von Juni bis August eine Reichweite von rund 68,8 Prozent. Bei den Altersgruppen wurde die höchste Reichweite mit rund 82,4 Prozent bei den 16- bis 29-Jährigen erzielt, während die Gruppe ab 50 Jahren bei rund 68,6 Prozent lag.

Es es ist offensichtlich daß die digitalen Zeitungsangebote auch jüngere Menschen signifikant erreichen. Eigentlich ein positiver Trend, sollte man meinen. 

Reichweite der digitalen Zeitungsangebote in Deutschland im Zeitraum von Juni bis August 2019

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Quelle: © Statista 2020

Auf Seiten der Publisher spiegelt sich dies jedoch nicht in den Einnahmen wieder. Die Einnahmen aus der Digitalen Werbung sinken stetig, Werbeblocker tragen einen erheblichen Teil dazu bei.

Auf Seiten der Nutzer zahlt ein gewisser Anteil bereitwillig und gerne für digitale Medien, diejenigen die bisher nicht bezahlen möchten, haben aber im Internet bisweilen mehr als ausreichende Optionen Inhalte kostenlos zu erhalten.

Auch mag sich die Mehrheit nicht wirklich zu einem digitalen Abonnement verpflichten, schon gar nicht zu mehreren. In der Folge halten sich die Einnahmen aus bezahlpflichtigen Angeboten noch sehr in Grenzen und eine Kompensation der ausbleibenden Werbeeinnahmen gestaltet sich schwierig. 

Die Nutzer müssen vorsichtig an Bezahlinhalte herangeführt werden

Ein möglicher Lösungsansatz liegt darin, dass die lokalen Medien engagiert ihren Lesern mitteilen, wie unerläßlich ihre Unterstützung ist, um die Dienste aufrechtzuerhalten, die sie so sehr schätzen. 

Es ist aus unserer Erfahrung empfehlenswert, die Nutzer vorsichtig an das Thema heranzuführen und mit einem niedrigschwelligen Ansatz zu beginnen. Beispielsweise mit der freundlichen Bitte um finanzielle Beiträge zur Unterstützung des Journalismus - wie es etwa die taz recht erfolgreich vormacht. Manchmal ist es eben effizienter einfach mal nett zu fragen. LaterPay bietet hier eine “Contributions” Funktion an, welche die Integration von freiwilligen Zahlungen äußerst einfach gestaltet.

Als weitere Option mag es sich anbieten, zumindest einen Teil seiner Inhalte einzuschränken und hinter eine weiche Paywall zu legen, wie es verschiedene Verlage bereits mit ihren Premium-Inhalten und -Angeboten realisiert haben. Entscheidend ist allerdings, dass diese kostenpflichtigen Inhalte auch einen tatsächlichen Mehrwert bieten.

Weitere Bezahlmodelle, wie die Verkäufe von Einzelartikeln und ein zeitlich regulierter Zugriff mit sogenannten Zeitpässen, sind relativ reibungsarm – bis hin zu den sogenannten harten Paywalls, bei denen der Nutzer direkt für jeglichen Zugriff auf Inhalte bezahlen muss. Letzteres empfiehlt sich zumindest aktuell eher weniger für die meisten Verlage, und ist eher für spezifische Fachinhalte geeignet, welche bereits eine gefestigte Leserschaft und eher wenig kostenfrei erhältliche Konkurrenz haben. 

“Die Leserschaft und auch flexible technische Mittel zu einer erfolgreichen digitalen Monetarisierung sind vorhanden – es gilt jedoch Überzeugungsarbeit zu leisten, dass gute Inhalte wertvoll und damit auch ihr Geld wert sind.”

Es ist unumgänglich, dass die Nutzer auf die eine oder andere Weise einen finanziellen Beitrag leisten müssen, damit lokale Medienunternehmen wieder erfolgreich sein können. Je mehr Benutzer mit Zahlungsaufforderungen auf ihren lokalen Medienkanälen konfrontiert werden, desto stärker ist die Botschaft und die Akzeptanz.

LaterPay bietet eine ganze Reihe flexibler Funktionen, um die richtige Akzeptanzstrategie für Sie zu finden. Es gibt keine Investitionen, keine langfristige Bindung und kein Risiko. Kontaktieren Sie uns heute noch, wir helfen Ihnen gerne weiter.


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