re:publica 14: Gutjahr-Fazit nach 4 Wochen LaterPay

Richard Gutjahr zog anlässlich der re:publica 14 ein erstes Fazit nach vier Wochen Einsatz von LaterPay. Der Moderator, Journalist und Blogger Richard Gutjahr (Wikipedia) setzte seit Anfang April 2014 auf seinem Blog Gutjahr.biz erstmals LaterPay als Bezahlsystem ein. Im Rahmen der Podiumsdiskussion “Lohnt sich Onlinejournalismus überhaupt noch? Das Problem der Monetarisierung” präsentierte er sein Ergebnis.

Die komplette Diskussion mit Sascha Pallenberg (Wikipedia), Claudia Heydolph (Homepage) und Philip Banse (Homepage) gibt es auf YouTube.

Der Kassensturz zur re:publica ergab, dass Richard Gutjahr mit LaterPay in eine knappen Monat fast 100 Euro an Einnahmen mit nur zwei Artikeln generieren konnte. Die Conversion-Rate lag bei 5,7 bzw. 7,1 Prozent, das bedeutet, dass sich dieser Anteil an den Besuchern der Webseite dazu entschieden hat, den Artikel oder das angebotene Zusatzmaterial mit LaterPay zu bezahlen. Im Verhältnis zu den Seitenaufrufen gesetzt, ergab sich für Richard Gutjahr ein RPM (Revenue per Mille) von 17 Euro, d. h. pro 1.000 Seitenaufrufe (Impressions) konnte er mit LaterPay 17 Euro einnehmen. Ein deutlich höherer Durchschnittswert als er beispielsweise bei klassischer Display-Werbung mit Bannern erreicht wird.

Löst man sich von der reinen Summe und betrachtet stattdessen die Conversion-Rate, dann stellt man Erstaunliches fest: 7,1 Prozent derjenigen, die im Gesamtzeitraum den Teaser zu einem der Zusatzangebote von “Besuch des NSA Centers” betrachteten, haben “zugegriffen” und das Bonusmaterial gekauft.

“Was mich – ungeachtet aller Zahlen – am meisten überrascht hat: Die Reaktionen des Publikums auf das Thema “Paid Content” im Allgemeinen. Bis zum heutigen Tag hat sich kein einziger meiner Leser darüber beschwert, dass ich begonnen habe, für ausgewählte Inhalte Geld zu verlangen. Weder im Kommentarteil, noch über Twitter oder Facebook gab es Unmut. Im Gegenteil: Viele Kommentatoren haben sogar angemerkt, ich gebe meine Inhalte zu günstig ab!”
Richard Gutjahr

Eine weiterführende, ausführlichere Darstellung der Bilanz mit Kommentar und Einordnung von Richard Gutjahr findet sich unter Gutjahr.biz. Hier kann auch die komplette Präsentation von der re:publica heruntergeladen werden.