So flexibel ist LaterPay: Drei Integrationsbeispiele für Eure Website

Es ist unser Ziel, das Kaufen und Verkaufen von digitalen Inhalten so einfach wie möglich zu machen. Für uns ist es also selbstverständlich, dass auch die Integration von LaterPay in die Website des Inhalte-Anbieters leicht von Hand gehen soll.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, unsere Bezahltechnologie zu integrieren: von maßgeschneidert über die offene und flexible REST API im Backend bis zur sehr einfachen und schnellen Frontend-Integration über den LaterPay Connector (JavaScript). Auch Mischformen sind möglich.

Welche Integrationsform am ehesten geeignet ist, richtet sich nach dem Ziel des Publishers. Im Folgenden zeigen wir an drei Beispielen auf, wie LaterPay eingebunden werden kann.

Option 1: Der einfachste Weg – Frontend-Integration
Der einfachste Weg: Wenn ein Nutzer auf der Seite einen LaterPay-Beitrag ansehen möchte, wird von Eurem Server sofort der gesamte Inhalt geladen: z. B. ein Teaser und zugleich der Volltext – zusätzlich wird ein LaterPay-Kaufbutton angezeigt. Der Volltext wird zunächst mittels CSS ausgeblendet – er ist aber nach wie vor im Quelltext der Seite vorhanden. Der Browser (Client) fragt beim LaterPay-Server an, ob der Nutzer die Berechtigung hat, diesen Inhalt zu sehen – also ob er ihn bereits gekauft hat. Wenn der LaterPay-Server positiv antwortet, werden Teaser und LaterPay-Button entfernt und der Volltext eingeblendet.

Diese Integration ist technisch vergleichsweise unaufwändig und daher für Inhalte-Anbieter mit sehr geringem Zeitaufwand zu realisieren. Server-seitige Anpassungen werden nur in sehr geringem Umfang benötigt. Statische Seiten können nach wie vor von dem Performance-Gewinn durch CDNs oder andere Caching-Systeme profitieren, da jeder Besucher exakt dieselbe Seite ausgeliefert bekommt. Weil der Inhalt der Seite vollständig im Quelltext vorhanden ist, können auch Suchmaschinen und Reader die kostenpflichtigen Inhalte durchsuchen – aber auch Nutzer haben leicht die Möglichkeit, auf den Volltext im Quelltext zuzugreifen. Nachteil dieser Option ist also, dass die Gefahr unberechtigter Zugriffe auf die kostenpflichtigen Inhalte groß ist.

Option 2: Ein einfacher und sicherer Weg
Die zweite Option besteht darin, nicht den vollständigen Seiteninhalt auszuliefern, sondern zunächst nur den kostenfrei zugänglichen Teaser auszuspielen. Anders als in Option 1 liegt der Volltext also nicht von Anfang an im Quelltext der Seite vor. Der Browser sendet nun eine Anfrage an den LaterPay-Server. Wenn der Nutzer die Berechtigung zum Lesen des Inhaltes hat, wird der Volltext nachgeladen und anstelle des Teasers und des LaterPay Kaufbuttons angezeigt.

Hierfür sind kleine Anpassungen auf der Server-Seite nötig. Mit großer Wahrscheinlichkeit bleibt auch hier das Caching unberührt. Suchmaschinen haben nur noch Zugriff auf den Teaser-Inhalt, nicht mehr auf den vollständigen Inhalt. Der Teaser muss also richtig gewählt werden, um Reichweitenverluste zu verhindern. Anders als in Option 1 ist es nahezu ausgeschlossen, dass Nutzer unberechtigt Zugriff auf einen kostenpflichtigen Inhalt erhalten, weil der Volltext immer erst nach einer erfolgreichen Anfrage beim LaterPay-Server nachgeladen wird.

Diese Option ist technisch aufwändiger zu realisieren als Option 1, daher ist der Gesamtaufwand für die Integration höher. Durch das Nachladen der Inhalte ist diese Option auch etwas langsamer. Allerdings sind so die Inhalte vor unberechtigtem Zugriff besser geschützt.

Option 3: Tiefenintegration
Eine andere Option ist eine Server-seitige Tiefenintegration. Hierbei übernimmt nicht der Browser des Nutzers, sondern Euer Server die Kommunikation mit dem LaterPay-Server. Wenn der Nutzer eine Seite bei Eurem Server anfragt, sendet dieser zunächst eine Anfrage an den LaterPay-Server. LaterPay antwortet dann, ob der Besucher den Inhalt schon gekauft hat oder nicht. Wenn der Nutzer die Berechtigung zum Betrachten einer Seite hat, wird der Volltext ausgeliefert. Falls nicht, werden LaterPay-Button und Teaser ausgeliefert.

Die Anpassungen für diese Option sind umfangreicher und betreffen sowohl die Server- als auch die Client-Seite. Der Gesamtaufwand ist daher von allen drei Optionen hier die größte. Die vorhandenen Caching-Strategien müssen gegebenenfalls angepasst werden, da für jeden Nutzer vor der Auslieferung einer Seite überprüft werden muss, ob er den Inhalt bereits gekauft hat oder nicht. Wie auch in der zweiten Option ist es so gut wie ausgeschlossen, dass ein Nutzer unberechtigt auf den kostenpflichtigen Inhalt zugreift, weil dieser nur angezeigt wird, wenn durch den LaterPay-Server bestätigt wird, dass der Inhalt gekauft wurde.

Auch in der dritten Option ist nur der Teaser für Suchmaschinen zugänglich. Diese Option ist die flexibelste und sicherste Lösung, da Euer Webserver die Kommunikation zum LaterPay-Server übernimmt und eine Manipulation praktisch ausgeschlossen ist. Dieser Sicherheit und Flexibilität steht jedoch ein höherer Implementierungsaufwand gegenüber.

Wichtiger Hinweis
Auch, wenn es technisch möglich ist (vor allem in Option drei), sollte unbedingt davon abgesehen werden, an Suchmaschinen (Bots) den Volltext und an reguläre Nutzer nur Teaser auszuliefern. Dieses Verhalten (= der Nutzer sieht etwas anderes als ein Bot) wird als Cloaking bezeichnet und führt bei Entdeckung im besten Fall zu einer starken Verschlechterung der Positionierung in den Suchergebnissen. Stattdessen sollte ein aussagekräftiger Teaser ausgeliefert werden, den Suchmaschinen- und Reader-Bots erfassen und verteilen können und der zum Kauf bzw. Lesen des Volltextes einlädt. Dann sind auch keine Reichweiteneinbußen zu befürchten.